Silberne Weihnachten

Die optimale Weihnachtsatmosphäre: Schneeweiß draußen, warm, gemütlich und weihnachtlich schön zu Hause. So wie Schneeflocken gehört das silberfarbige Lametta zum schönsten Jahresfest. Wir dekorieren damit unsere Adventskränze, Christbäume und Weihnachtsgeschenke.

Haben Sie sich aber schon mal gefragt wieso es Lametta heißt? Das Wort stammt aus dem Italienischen und ist eine Verkleinerungsform zu "lama" = "Metallblatt". Der Name verrät also, dass Lametta aus dünnen Metallfäden hergestellt wird. Früher hat man verzinnte Bleistreifen dafür verwendet. Bleihaltiges Lametta hat sich aber als gesundheitsschädlich erwiesen. Das Schwermetall Blei kann sich in der Umwelt und im Körper des Menschen anreichern und schädigt die Gesundheit. Deshalb wird heute für die Herstellung des Lametta Aluminium oder Kunststoff verwendet.

Einem heidnischen Glauben zufolge, waren die glänzenden, metallischen Spiegeleffekte des Lamettas geeignet, die dämonischen Kräfte von Haus und Heim fernzuhalten. Ein Spiegel wehrt ab, reflektiert nach außen. So war das früher ...

Heute scheint Lametta seine magische Kraft verloren zu haben. Dass es trotzdem noch seinen festen Platz am Weihnachtsbaum hat spricht für die Kraft der Tradition, die auch ohne Wissen um die tieferen Hintergründe wirkt.

 

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Ein bisschen Geschichte ...

Aluminium ist ein natürlich vorkommendes Erdmetall (Element). Es ist das dritthäufigste Element und das häufigste Metall der Erdkruste. Der Anteil des Elements am Aufbau der Erdkruste wird mit 8% angegeben. Erst danach folgt Eisen mit einem Anteil von ca. 6%.

Als Metall haben es schon unsere Vorfahren verwendet. Man weiß allerdings bis heute nicht, welche Verfahren damals bei der Herstellung des Leichtmetalls angewendet wurden. Ins Visier der Wissenschaft ist die Erdmetallmischung erst im 18. Jahrhundert geraten.

1761 schlug der französische Chemiker Guyton de Morveau die Bezeichnung "alumine" für das unedle Metall Alaun vor. Lavoisier, der früher mit Guyton de Morveau zusammengearbeitet hatte, gab 1782 bekannt, dass Aluminium das Oxid eines unbekannten Metalls sei.

Der englische Chemiker Sir Humphrey Davy versuchte, dieses unbekannte Metall Lavoisiers aus Alaun abzutrennen. Dies gelang ihm zwar nicht, doch er nannte das Metall "alumium". Später änderte er dies auf "aluminum" ab.

Die International Union of Pure and Applied Chemists (Internationale Union für Reine und Angewandte Chemie - IUPAC) fügte kurz danach ein "i" ein, um dem Namen wie bei anderen Elementen üblich die Endung "-ium" zu geben. Beide Varianten existierten längere Zeit gleichberechtigt, wobei auch in den USA "aluminium" die offizielle Schreibweise war. Erst im Jahr 1925 beschloss die American Chemical Society (Gesellschaft amerikanischer Chemiker) offiziell, in ihren Veröffentlichungen die Schreibweise "aluminum" zu verwenden, was heute die übliche Schreibweise in den USA ist.

Dem Dänen Oersted gelang es 1825 erstmals, das Metall Aluminium zu isolieren, der Deutsche Wöhler konnte 1827 als Erster reines Aluminium herstellen.

 

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Königliches Aluminium

Mit Geschenken macht man nicht nur kleine Freuden, sondern auch große Politik. So hat man beispielsweise schon in früheren Zeiten berühmten Personen wie etwa Kaisern, Zaren und Königen Geschenke überreicht.

Eine interessante Geschichte findet sich in Überlieferungen von Petronius und Plinius (37 n. Chr.). Sie berichten über einen außerordentlich schönen Trinkkelch, den ein unbekannter Handwerker dem großen römischen Kaiser eines Tages überreichte. Die ungewöhnliche Eigenschaften dieses Geschenkes sind bei der feierlichen Zeremonie jedem ins Auge gefallen:
Der Kelch sah aus wie Silber, war aber bedeutend leichter. Und als sein Schöpfer diesen auf den Steinboden schleuderte, sei lediglich eine kleine Delle zurückgeblieben, welche der Handwerker sofort mit einem kleinen Hammer beseitigte. Glasartigkeit und Biegsamkeit des Materials hebt Plinius hervor, Petronius bezeichnete es als "unzerbrechliches Glas".

Woraus war dieser seltsame Kelch hergestellt worden? Die Antwort des Handwerkers, er habe das Material aus dem Ton gewonnen erzeugte damals nur Verwunderung: "Metall aus der Erde? Erdmetall?". Aufgrund ihrer Beschreibung vermuten Experten heute, dieses Trinkgefäß könnte möglicherweise aus Aluminium gewesen sein – also ein Aluminiumkelch.

Unvorstellbar, dass aus diesem uns so vertrauten Material die Kaiser einst getrunken haben.

 

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Von wegen "leicht"!

Da hört man doch immer wieder: "Aluminium ist leicht". Und keiner stellt das in Frage, denn man findet, das hört und fühlt sich richtig an. Blickt man in eine physikalische Formelsammlung, entpuppt sich das silberne Leichtmetall als ganz schön schwerer Brocken.

Zunächst sei hier noch kurz das Schlüsselwort erklärt, nämlich die "Dichte" eines Werkstoffs. Damit ist das Verhältnis von Masse und Volumen gemeint, also wie schwer ist ein Material im Verhältnis zu seiner Größe. Die Einheit der physikalischen Dichte ist g/ccm (Gramm pro Kubikzentimeter). Wasser hat beispielsweise eine Dichte von fast 1,0 (exakt: 0,998).

Blickt man nun auf metallische Werkstoffe, schneidet Aluminium mit einer Dichte von 2,7 ganz gut ab gegenüber Edelstahl mit 7,9 oder Messing mit ca. 8,4. Dann gibt es aber noch ein paar Materialien, neben denen Aluminium ganz schön schwer aussieht: Glas zum Beispiel mit einer Dichte von ca. 2,6. Das bedeutet im Klartext: "Glas ist leichter als Aluminium!" Und noch ein Schock: "Marmor wiegt genauso viel wie Aluminium", Marmor hat nämlich mit 2,7 die gleiche Dichte wie Aluminium.

Woran liegt es nun, dass man Aluminium als leicht erlebt? Die Antwort ist einfach: es liegt nicht am Material, sondern an der Bauart. Produkte oder Teile aus Aluminium werden oft in Hohlbauweise gefertigt aber auch als Folien oder in dünnen Blechen. Selten erleben wir Aluminium in massiven Platten oder Körpern.

Es stimmt also: Aluminium ist ein Leichtmetall, aber eben kein leichtes Material.

 

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Aluminium und die Kunst

Die Suche beginnt natürlich mit der Frage "Was ist Kunst?", die wir hier getrost unbeantwortet lassen können. Es geht darum, durch oder mit dem Werkstoff Aluminium eine schöpferische Tat zu vollbringen.

In der bildenden Kunst liegt der Einsatz von Aluminium für den Bau von dreidimensionalen Objekten oder Skulpturen nahe. Seit der Antike hat sich das Spektrum der Materialien, aus dem die Künstler schöpfen deutlich erweitert. Nicht mehr nur die "klassischen" Werkstoffe, wie Stein oder Bronze werden verwendet, sondern Materialien aller Art, von Holz über Glas bis Wachs und Sand. Aluminium könnte sich hier nahtlos einreihen.

Einige Künstler haben dies erkannt, beispielsweise die rumänische Künstlerin Ioana Metes. Neben-stehend ihre Arbeit "Bewegung" in Hof/Saale aus dem Jahr 2000 aus lackiertem Aluminium.
Weitere zeitgenössische Künstler, die Aluminium verwendet haben sind Ricky Knies und Herbert Rauer.

Aluminium ist ein ideales Material, denn es ist leicht verformbar, ausgesprochen widerstandsfähig und stabil. Für einen Künstler bietet es außerdem die Möglichkeit zur Profilierung, denn es ist immer noch neu, Kunst aus Aluminium zu machen.

 

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