Aluminium im Fußball?

Zu Beginn ein kurzer Blick zurück in die Geschichte: bereits im 3. Jahrtausend vor Christus gab es in China ein Spiel, genannt “Tsu-chü“, bei dem ein Ball mit dem Fuß gestoßen wurde. Und auch die alten Römer spielten eine Art Fußball, was bis ins Mittelalter hinein beliebt war. Man hatte jedoch so gut wie keine Regeln. Das moderne Fußballspiel, so wie wir es heute kennen, hat sich in England entwickelt und über die ganze Welt ausgebreitet.

Inzwischen spielt der Werkstoff Aluminium rund um dieses Spiel eine entscheidende Rolle. Zunächst die Tore: Bestanden diese in früheren Zeiten aus Holz, so werden die Profile heute aus Aluminium mit rundem Querschnitt gefertigt.
Schon fast legendär ist in Deutschland der Torbruch von 1973 bei einem Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen. Hier brach das Holz-Gebälk über einem Spieler zusammen, der nur knapp mit dem Leben davonkam. Heutzutage kann das bei einem Aluminium-Tor wohl nicht mehr geschehen, insofern hat sich der entsprechende Passus im Regelwerk des Deutschen Fußball-Bundes DFB beinahe erübrigt, in dem es hierzu heißt: „... Falls die Querlatte verschoben wird oder bricht, ist das Spiel zu unterbrechen, bis sie repariert oder wieder in die richtige Lage gebracht ist ...“

Und nicht nur in Toren ist Aluminium zu finden, sondern auch unter den Schuhsohlen der Spieler. An den aus Leder gefertigten typischen Stollenschuhen, die auf dem Rasen verwendet werden, sind Stollen fixiert, die aus Kunststoff oder aus Aluminium sein können.

So hoffen wir auf eine erfolgreiche und geregelte Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal und wünschen allen Torjägern, mit Ihren Schüssen möglichst wenig Aluminium zu treffen. Stattdessen möglichst oft direkt ins Netz.

 

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