Aluminium oben drauf

Aluminiumdächer gibt es tatsächlich schon sehr lange. Und die meisten von ihnen bestehen noch immer. Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Dächer mit Aluminium gedeckt. Das berühmteste Beispiel ist die 1897 erbaute Kirche von San Gioacchiono in Rom. Inzwischen sieht man das Aluminium nicht mehr nur als Bedachung für Fabrikgebäude oder Kirchen, sondern immer öfter auch auf Wohngebäuden, ja sogar auf Altbauten. Dies natürlich nicht ohne Grund, denn es gibt einige schwerwiegende Vorteile, die für dieses Leichtmetall sprechen.

Der Werkstoff Aluminium überzeugt nicht nur dadurch, dass er relativ leicht ist und somit die Anforderungen an die Statik und Unterkonstruktion senkt. Auch die Möglichkeit, ausgefallene und einzigartige Dachformen zu verwirklichen ist eindeutig ein Pluspunkt. Neben der Ästhetik ist das Aluminiumdach aber auch eine kostengünstige Alternative: durch seine hohe Langlebigkeit, die Stabilität und die Eignung für einen Material-Mix lassen sich langfristig Kosten einsparen. Ein Aluminiumdach ist bei fachmännischer Ausführung nahezu wartungsfrei.

Walzblankes Aluminium bildet zusammen mit dem Sauerstoff der Luft eine beständige Schutzschicht, die immer härter wird, je älter sie ist und die sich erneuert, wenn diese durch Fremdeinwirkung beschädigt wurde. Durch eine Farbbeschichtung ist es möglich, das Dach der Umgebung anzupassen. Dies bietet zudem noch den Zusatznutzen, dass es durch die Korrosionsbeständigkeit vor Umwelteinflüssen wie zum Beispiel saurem Regen geschützt ist.

Die Dacheindeckung selbst erfolgt durch Aluminiumbleche, die verschiedene Querschnitte und Profile besitzen. Als Grundmaterial werden ca. 0,7 mm dicke Streifen aus einer hochwertigen Aluminium-Legierung verwendet, auf deren Unterseite im Walzenauftragverfahren (Coil-Coating) verschiedene Lackschichten aufgetragen werden, die zur Härtung zusätzlich eingebrannt werden. Die Aluminiumbahnen können entweder zu Dachschindeln, Rhomben (Falzschablone) oder Dachplatten verarbeitet, aber auch unbearbeitet als Deckung verwendet werden. Dacheindeckungen aus Aluminium sind bis zu einer Dachneigung von 10 Grad möglich.

Ein Dach über dem Kopf zu haben ist schön. Aluminium macht es noch schöner.

 

Zurück zur Übersicht

  • 1