Blickfang Aluminium

Inspiriert von den Fenstervergitterungen orientalischer Harems etablierte sich um 1812 in Frankreich der Begriff "Jalousie" für ein Gitter am Fenster, aus dem man hinaussehen, nicht aber von außen beobachtet werden konnte. Dies erklärt auch die Doppeldeutung des Wortes Jalousie (französisch: Eifersucht) da der regierende Padischah eines Harems argwöhnisch darauf bedacht war, seine Frauen vor der Außenwelt zu verbergen.

Auch heute noch reguliert die Jalousie in erster Linie den Blick zwischen innen und außen. Sie gibt Blicke frei oder versperrt sie. Und sie erfüllt noch weit mehr Aufgaben durch die Verwendung neuer Materialien – wie zum Beispiel dem Aluminium.

So ist es seit 1996 gesetzlich vorgeschrieben, entsprechende Lichtverhältnisse in Arbeitsräumen zu schaffen, um das Arbeiten am Bildschirm zu erleichtern. Aluminiumjalousien ermöglichen dies durch ihre frei einstellbaren Lamellen. Die Lamellen sind kratz- und schlagfest, lichtecht, farbbeständig und elektrostatisch nicht aufladbar. Auch speziell für feuchte Räume wie Badezimmer, Schwimmbäder oder Saunas ist dieser Werkstoff gut geeignet, da er witterungsbeständig und leicht zu reinigen ist. Zudem sind Aluminium-Jalousien nicht nur im gesamten Innen-, sondern auch im Außenbereich einsetzbar, was bei Rollos aus Stoffen oder feinem Reispapier nicht möglich ist.

Auch als Verbundsstoff mit Stoffgeweben wie Baumwolle ist Aluminium wertvoll: durch eine Aluminiumbeschichtung auf der Rückseite von Stoffrollos werden diese einerseits lichtundurchlässig gemacht und andererseits die Abgabe der Raumwärme vermindert und somit Heizkosten eingespart.

Aluminium als Blickfang, Multitalent und Regulator zugleich. Da kann man schon eifersüchtig werden.

 

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