Aluminium im Brennpunkt

Beim Stichwort Verantwortung im Zusammenhang mit Aluminium denkt man gemeinhin an Ökologie und Umweltschutz. Dass es hier auch um soziale Unterstützung gehen kann, zeigt das Beispiel des Solarkochers in den Dritte-Welt-Ländern.

Rund zwei Milliarden Menschen sind bis heute auf Brennholz angewiesen, um kochen zu können. Schon jetzt aber kann der Baumbestand den Bedarf der Menschen nicht mehr abdecken. Auch führt die Abholzung zu Boden-Erosion und langfristig zu Wüstenbildung in einstmals fruchtbaren Gebieten. Manchmal müssen Familien in Westafrika 30% ihres Einkommens für den Brennholzkauf aufwenden. Durch den Einsatz von Solarkochern kann man diese Entwicklung zumindest abschwächen.

Die ersten Solarkocher wurden schon im Auftrag von Napoleon III. für die französischen Kolonialtruppen in Afrika angefertigt. Weiterentwickelt allerdings wurde die Idee, mit Sonnenenergie zu kochen, erst wieder um 1940. Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Solarkochertypen, die sich in unzähligen Variationen kombinieren lassen.

Das Prinzip der Energieumwandlung eines Solarkochers ist einfach: die Kollektoren ähneln einer Satellitenschüssel. Sie bestehen aus konkav geschliffenen Aluminiumspiegeln aus hochglänzend polierten, eloxierten Aluminiumblechen. Diese bündeln die Sonnenstrahlen und reflektieren sie auf einen Brennpunkt in der Mitte. Dort befindet sich die Kochstelle, die auf diese Weise bis zu 300 Grad Celsius erhitzt werden kann.

Für das Kochen mit Sonnenenergie ist man auf direkte Sonneneinstrahlung angewiesen. In vielen armen Ländern – zum Beispiel in Afrika – sind hier ideale Voraussetzungen für die Nutzung gegeben. So wird der Anblick des glänzenden Aluminium-Parabolspiegels in der sengenden Hitze zum vertrauten und willkommenen Bild.

 

  Zurück zur Übersicht

  • 1