Jazz it up!

Viele berühmte Jazzmusiker – von Louis Armstrong bis Miles Davis – feierten mit der Trompete ihre großen Erfolge. Dieses Instrument ist in so gut wie allen Stilrichtungen zu Hause: New Orleans Jazz, Swing, Bebop oder Free Jazz.

Ein wichtiges Charakteristikum des Jazz sind die individuellen Improvisationen und hier kommen die so genannten "mutes", also "Trompetendämpfer" ins Spiel. Um den Ton dynamisch abzuschwächen sowie um die Klangfarbe zu verändern, werden diese Dämpfer am Schallbecher angebracht. Jeder Dämpfertypus hat unterschiedliche akustische Auswirkungen auf den Klangcharakter der Trompete und kann aus Materialen wie Holz, Kupfer, Plastik oder eben aus Aluminium bestehen.

Wie zum Beispiel Der Wah-Wah Dämpfer aus Aluminium: der leicht komisch wirkende Wah-Wah Effekt entsteht, indem man beim Spielen die Öffnung vorne mit der Hand auf - und abdeckt. Berühmt wurde er durch Gershwins "Rhapsody in Blue" oder den "Sugar Blues" von Clyde McCoy.

Die verschiedenen Klangcharakteristika und Spezialeffekte der Dämpfer entdeckte auch der Unternehmer Joe Alessi: ganz aus Aluminium erzeugt der Dämpfer einen hellen Klang, besteht die Unterseite aus Messing, ist der Klang wärmer, ist die Unterseite aus Kupfer, so entsteht ein dunkler, weicher Ton.

Aber auch Gummiteile von Abflussreinigern, eine Kokosnuss, Plastikbecher oder nur die hohle Hand können den Virtuosen dienlich sein. Die Trompeter verwenden diese als "Plunger": eine Schale, die während des Spiels vor den Schallbecher gehalten wird. Bekannt ist der Plunger durch Glenn Millers "Doo-Wah" Klang im Blechsatz geworden. Er wurde solistisch von allen großen Jazztrompetern verwendet.

So liefert Aluminium seinen Beitrag zu den Klängen unserer Zeit. Und ist dabei durchaus tonangebend
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