Von wegen "leicht"!

Da hört man doch immer wieder: "Aluminium ist leicht". Und keiner stellt das in Frage, denn man findet, das hört und fühlt sich richtig an. Blickt man in eine physikalische Formelsammlung, entpuppt sich das silberne Leichtmetall als ganz schön schwerer Brocken.

Zunächst sei hier noch kurz das Schlüsselwort erklärt, nämlich die "Dichte" eines Werkstoffs. Damit ist das Verhältnis von Masse und Volumen gemeint, also wie schwer ist ein Material im Verhältnis zu seiner Größe. Die Einheit der physikalischen Dichte ist g/ccm (Gramm pro Kubikzentimeter). Wasser hat beispielsweise eine Dichte von fast 1,0 (exakt: 0,998).

Blickt man nun auf metallische Werkstoffe, schneidet Aluminium mit einer Dichte von 2,7 ganz gut ab gegenüber Edelstahl mit 7,9 oder Messing mit ca. 8,4. Dann gibt es aber noch ein paar Materialien, neben denen Aluminium ganz schön schwer aussieht: Glas zum Beispiel mit einer Dichte von ca. 2,6. Das bedeutet im Klartext: "Glas ist leichter als Aluminium!" Und noch ein Schock: "Marmor wiegt genauso viel wie Aluminium", Marmor hat nämlich mit 2,7 die gleiche Dichte wie Aluminium.

Woran liegt es nun, dass man Aluminium als leicht erlebt? Die Antwort ist einfach: es liegt nicht am Material, sondern an der Bauart. Produkte oder Teile aus Aluminium werden oft in Hohlbauweise gefertigt aber auch als Folien oder in dünnen Blechen. Selten erleben wir Aluminium in massiven Platten oder Körpern.

Es stimmt also: Aluminium ist ein Leichtmetall, aber eben kein leichtes Material.

 

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